Leserbriefe

Leserbrief BaZ Weiherweg

LB BaZ Altersiedlung Weiherweg 5.2.2016



Heimleitung trägt auch eine Schuld

Der von der Staatsanwaltschaft ausgesprochene Strafbefehl für diese übelsten Misshandlungen an alten, dementen und wehrlosen Mitmenschen ist ein Skandalurteil sondergleichen. Wieder einmal hat das einfache Verfahren, Strafbefehle ohne richterliches Urteil, gegen diese jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund zu einem skandalösen Strafmass geführt. Für die betroffenen Angehörigen ist dieses Urteil unverständlich. An der Komplexität dieser menschenverachtenden Misshandlungen an wehrlosen, betagten Heimbewohnern tragen die zuständige Heimleitung sowie die Bürgergemeinde ebenso eine Mitverantwortung an diesen eklatanten Vorfällen. Aber diese waschen bekanntlich ihre Hände in Unschuld. Solche schrecklichen Vorkommnisse müssen von Amtes wegen verfolgt werden und die Opfer respektive die Hinterbliebenen dürfen bei einer Einsprache nicht finanziell belastet werden. Auch das ist skandalös. Es bleibt die Hoffnung, dass die betreffenden Angehörigen in Revision gehen und Täterschaft und Mitverantwortliche schlussendlich von einem Gericht hart bestraft werden.

Falls aus finanziellen Gründen eine Revision nicht möglich ist, kann bei der schweizerischen Opferhilfe die notwendige Unterstützung eingeholt werden. Diese hilft Personen, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden sind. In obigem Fall treffen diese Misshandlungen an der körperlichen und psychischen Integrität der betagten Mitmenschen vollumfänglich zu.

Egidio Cattola, Riehen