Leserbriefe

Riehen, das Bausünden Babel

Riehen, das Bausünden Babel

Doris und Urs Sutter-Grether beklagen sich in ihrem Leserbrief über das durch einen grauen Neubau zerstörte Gesamtbild der Fürfelderstrasse. Leider handelt es sich bei diesem Beispiel nicht um die einzige Bausünde, welche in den letzten Jahren nicht nur das Bild einer Strasse nachhaltig beeinflusst sondern ganz Riehen verunstaltet . In diesem Zusammenhang sind insbesondere die beiden Grossüberbauungen „Inzlingerpark“ am Hohlweg (im mediterranen Blauton) sowie „Classic Riehen“ am Bosenhaldenweg (in schieferfarbigem Grau-Schwarz) zu erwähnen. Beide Überbauungen wurden zudem in einer bisher weitgehend intakten Landschaft mit schönem Baumbestand erstellt, welcher grösstenteils weichen musste. Beim Bosenhaldenweg hätte es die Riehener Bevölkerung allerdings selber in der Hand gehabt, dass eine bessere, weit weniger auffällige Überbauung realisiert worden wäre. Leider ist damals das Referendum der Quartierbewohner gegen den Bebauungsplan nur von der SVP unterstützt worden, so dass dieser knapp angenommen wurde.

 Ob sich die ganze Geschichte - wie damals behauptet - für Riehen mindestens finanziell lohnen wird, weil die neuen Wohnungen gute Steuerzahler anziehen würden, muss bezweifelt werden. Von den teuren Luxuswohnungen am Bosenhaldenweg sind nämlich erst wenige verkauft und die ebenfalls meist teuren Autos der bereits eingezogenen Mieterschaft verfügen mehrheitlich über Nummernschilder aus den Nachbarkantonen oder aus dem Ausland

Christian Heim, Einwohnerrat SVP