Leserbriefe

Wer löst den gordischen Knoten?

Wer löst den gordischen Knoten?

Seit Anfang Jahr hängt der Haussegen im ansonsten idyllischen Riehen schief. Auslöser ist aber nicht die Megabaustelle auf der Hauptverkehrsachse zwischen Basel und Lörrach, sondern das hilflose und letztlich chaotische Verhalten der Behörden. Vor allem die Riehener Verwaltung und mit ihr der verantwortliche Gemeinderat Guido Vogel haben es versäumt, für die Verkehrsumleitung eine Lösung zu präsentieren, welche den Mehrverkehr tatsächlich verteilt und nicht wie bei der vorliegenden Lösung die Anwohner einzelner Strassen benachteiligt werden und zudem ein wesentlicher Teil der Bevölkerung zu weiten Umwegen gezwungen wird. Dass der Gemeinderat und die Verwaltung total überfordert sind, zeigt auch die Tatsache, dass ihnen bei der Publikation der geänderten Verkehrsanordnung von Mitte Februar ein weiterer, kapitaler Fehler unterlaufen ist. So hiess es darin, dass gegen die Verkehrsanordnungen beim Gemeinderat rekurriert werden könne. Nun haben sämtliche Rekurrenten vergangene Woche ein Schreiben der Gemeindeverwaltung erhalten, wonach die Rekurse zuständigkeitshalber an das Justiz- und Sicherheitsdepartement überwiesen worden seien. Nachdem der erste Versuch, den Verkehr umzuleiten, rechtliche Mängel in der Durchsetzung aufgewiesen hat, ist beim zweiten Versuch bereits die Publikation mangelhaft. Es stellt sich die Frage, ob eine Behörde, welche in kurzer Zeit zweimal versagt hat, in der Lage ist, den Quartierstreit zu lösen und dafür zu sorgen, dass in Riehen wieder die gewohnte Ruhe einkehrt, ohne dass die Automotoren abgestellt werden müssen.

Christian Heim, Einwohnerrat SVP