Leserbriefe

Leserbrief BaZ: Giftstoffe in Solarstrompanels

Epoche der Traumtänzer/Schweizer Energiepolitik; BaZ 21.4.2012.
 

Markus Somms Artikel zeigt kritisch, aber realistisch auf, wie die künftige Energiesituation in der Schweiz sich dereinst entwickeln würde, wenn sie so umgesetzt wird wie derzeit angedacht. Nebst den bereits aufgezählten weittragenden Konsequenzen für die schweizerische Wirtschaft werden die «bundesrätlich und esoterisch» verordneten vier bis sechs neuen Gaskraftwerke den bereits ansteigenden CO2-

Ausstoss um einen x-fachen Wert erhöhen. Was wiederum dem bundesrätlich angestrebten CO2-Reduktionsziel widerspricht. Die «saubere» Solarstrom-Branche geht mit Giftstoffen keinesfalls umweltschonend um. Es ist bekannt, dass zur Herstellung von Dünnschicht-Fotovoltaikpanels toxische Schwermetalle wie Blei, Cadmiumtellurid (krebserregend), Siliciumtetrachlorid (ein extrem toxisches Gas) dienen und bei den Galliumarsenid- Panels das krebserregende Trimethylarsin verwendet wird.

Bei einer Lebensdauer von 20 Jahren für die herkömmlichen Solarpanels gilt es demnach, bei deren Entsorgung sich mit einer hochtoxischen Problematik auseinanderzusetzen, analog dem heutigen Asbestrecycling, allerdings in schlimmerem Ausmass. Deshalb kommen wir nicht umhin, mit dem seit Jahren sicheren und vernünftigen Strommix aus Kernkraftwerkenergie, erneuerbare Energie und Bio-Energie weiterzuwirtschaften. Zusätzlich sind wissenschaftliche Energieforschungen, insbesondere zur Kernfusion, weiterhin kräftig zu forcieren.

Egidio Cattola, Riehen
Leserbrief BaZ 24.04.12